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Nächste ACIPSS Arbeitstagung am 28.11.2014!

Die nächste ACIPSS Arbeitstagung findet am 28.11.2014 statt! Hier ist unser Programm! Bitte beachten Sie die veränderte Räumlichkeit (ReSoWi 15.03, Bauteil B, Erdgeschoß)!

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Begleitendes Interview vom 11.11.2014 zur Ausstellung ‘Damage Control’ im Kunsthaus Graz

Spionage in Österreich: Europas Geheimdienst-Hotspot

Interview mit Siegfried Beer auf Cafebabel.de vom 15.10.2014.

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Weiterer NSA-Lauschposten in Wien

Interview mit Siegfried Beer im Ö1 Mittagsjournal vom 23.9.2014.

Hier “Weiterer NSA-Lauschposten in Wien” anhören

“Wir sind ein gesuchter Partner” – Siegfried Beer spricht im ORF über österreichische Geheimdienste

Im ZiB-Magazin vom 16. September stand ACIPSS-Leiter Siegfried Beer einmal mehr im medialen Fokus: Sehen Sie hier den Beitrag, in dem Beer kurze Einschätzungen zu Strukturen, Charakteristiken und Aktivitäten österreichischer Dienste gibt.

TV-Interview mit Siegfried Beer über Lösegeldzahlungen für Al Qaida-Geiseln

ACIPSS-Leiter Siegfried Beer hat am 31. Juli 2014 in der ORF-Informationssendung heute mittag ein Interview über mutmaßliche Lösegeldzahlungen der österreichischen Regierung an Al Qaida gegeben. Um zwei Salzburger Geiseln freizukaufen, hätte Österreich bereits zum zweiten Mal Millionenbeträge fließen lassen (die New York Times behauptete dies). Neben einer allgemeinen Einschätzung der Causa ließ Beer im vierminütigen Interview auch mit einigen markanten Bemerkungen aufhorchen. Auf die Frage des Moderators, ob er als Experte den Beteuerungen europäischer Regierungen glaube, dass von deren Seite kein Geld an die Terrororganisation geflossen sei, antwortete Beer mit einer augenzwinkernden Anspielung an die Lewinsky-Affäre: Das erinnert mich an Bill Clinton, der einmal gesagt hat: “I did not have sex with that woman”.

Geheimdienste: Es gibt keine Entwicklung zurück – Interview mit Siegfried Beer

JIPSS Vol. 8, No. 1/2014 jetzt erhältlich!

Inhaltsangaben

ACIPSS Sommer Stunden

Das ACIPSS Büro ist ab dem 04.07.2014 bis zum 24.09.2014 nicht besetzt. Elektronische (email) Anfragen werden angenommen und beantwortet. In dringenden Fällen bitten wir Sie, sich an Prof. Siegfried Beer (380-2364) zu wenden.

IIHA gratuliert zum ACIPSS-Jubiläum (24. Juni 2014)

Verehrter, lieber Herr Kollege Beer,

im Namen der International Intelligence History Association sende ich Ihnen meine herzlichen Grüße. Wir gratulieren Ihnen und allen Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Jubelfest des ACIPSS. Mit Ihrem Grazer Center haben Sie etwas geschaffen, das uns allen ein Vorbild ist – in den meisten Ländern ein unerreichtes Vorbild. Ein Forschungszentrum für die Geschichte der Geheimdienste und der Propaganda, angebunden an eine renommierte Universität, unabhängig und bevölkert von vielversprechenden jungen Forscherinnen und Forschern — das hätten wir gerne in Deutschland und in vielen anderen Ländern, in denen diese Forschung oft isoliert, am Rande des akademischen Mainstream betrieben werden muß. Ihr elektronisches Nachrichten-Medium und die wunderbare Zeitschrift sind für die gesamte community von unschätzbarem Wert. Bleiben Sie auf der Erfolgsstrasse und überbringen Sie bitte die allerbesten Wünsche der IIHA an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der heutigen Jubiläumskonferenz.

Herzlichst,
Ihr Wolfgang Krieger

Internationale Jubiläumskonferenz (19. ACIPSS Arbeitstagung) Bericht

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Konferenz Bericht (Englisch)

Programm der 19. ACIPSS internationalen Jubiläumskonferenz am Mittwoch, 25. Juni 2014, 10-17 Uhr im Meerscheinschlössl, Mozartgasse 3

10.00 – 12.30 Uhr

Moderation: Siegfried Beer

Begrüßung, Festworte und Vorstellung der 15. Nummer JIPSS (1/2014)

Podiumsdiskussion mit den Tagungsreferenten:

„Das globale geheimdienstliche Geschäft nach 9/11 und Edward Snowden, und die Notwendigkeit, darüber Studien zu betreiben“

sowie interaktiv mit dem Publikum

anschließend Mittagsbüffet

13.30 – 16.30 Uhr

Moderation: Martin Moll

Bodo Hechelhammer (Berlin)

„Die Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes (BND), mit besonderer Berücksichtigung personeller und organisatorischer Aspekte zu Österreich“

Cees Wiebes (Amsterdam)

„Intelligence and the War in Bosnia, 1992 – 1995“

Laszlo Ritter (Budapest)

„Missing Pages from the Official History: MI6/SIS in Hungary during the Second World War”


Emil Bobi (Wien)


„Spezis und Spione. Warum Wien als Zentrum der Agenten und Geheimdienste gilt“

anschließend:

kleine ACIPSS-Jubiläumsparty

Musik: Jimi D

Programm

Plakat

ACIPSS-Mitarbeiter in Presse am Sonntag, 6.7.2014

ACIPSS-Mitarbeiter in Presse am Sonntag, 6.7.2014

Literaturtipp: JIPSS-Chefredakteur Martin Moll mit neuer Monographie

Die Steiermark im Ersten Weltkrieg:
Der Kampf des Hinterlandes ums Überleben 1914-1918

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JIPSS jetzt in der Zeitschriften-Datenbank von H-Soz-u-Kult!

Die Inhalte des Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies werden demnächst digitalisiert in der Online-Wissenschafts-Datenbank von H-Soz-u-Kult der Berliner Humboldt-Universität verfügbar sein. Zur Zeit sind bereits die Inhaltsangaben der letzten beiden Nummern abrufbar, aber es ist vorgesehen, sämtliche Inhaltsangaben der bisher erschienenen JIPSS-Ausgaben aufzulisten. Dies soll noch vor Erscheinen der nächsten Nummer im Sommer 2014 erfolgen. Das Ziel dieses Vorhabens ist die Erreichung eines größeren internationalen Publikums sowie die Erweiterung der Bekanntheit unseres Journals, der Beiträge unserer Autoren und ihrer Leistungen.

Unsere H-Soz-u-Kult-Seite ist unter der folgenden Adresse zu finden:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/zeitschriften/id=663&count=1&recno=1&sort=datum&order=down&search=jipss&domain=Zeitschriften

“Naive Ministerinnen, Szene-Lokale und Technologieschmuggler”. Burkhard Bischof über ACIPSS, JIPSS und Siegfried Beer in Die Presse am 17.2.2014.

‘Naive Ministerinnen, Szene-Lokale und Technologieschmuggler’

JIPSS Vol. 7, No.2/2013 jetzt erhältlich!

JIPSS Vol.7 No.2/2013 Inhalte

Vielen Dank an alle Beiträger sowie an Information Security Consulting!

Aus der Schmiede: ACIPSS-Historiker promovieren!

Wir möchten Gaj Trifkovic (ACIPSS-Kassier) und Florian Traussnig (ACIPSS-Büroleiter 2010-2013) zu ihren Promotionen zum Dr.phil gratulieren! Dr. Trifkovic ist nach dem Rigorosum am 6.11.2013 promoviert worden, Dr. Traussnig einige Tage nachher am 26.11.2013. Beide Doktorarbeiten haben sich mit Themen, die für ACIPSS äußerst interessant sind, beschäftigt: Die Arbeit von Trifkovic trägt den Titel “Making Deals with the Enemy: Partisan – German Contacts and Prisoner Exchanges in Yugoslavia 1941-1945″ während jene von Traussnig lautet: “Geistiger Widerstand von außen – Österreicher in US-Propagandainstitutionen des Zweiten Weltkriegs”

Von links: ACIPSS-Chef und Rigorosumsprüfer Prof. Beer, ACIPSS-Büroleiter Bare, Promovent Trifkovic

18. ACIPSS Arbeitstagung – Geheimdienste im Visier

Wie sehr mischen sich Geheimdienste in unser Leben ein? Vor was machen sie halt und wo sind die Grenzen? Fragen über Fragen, die in einem Workshop an der Uni Graz beantwortet wurden. Einmal im Semester treffen sich Geheimdienst-ExpertInnen bei der Arbeitstagung des Austrian Center for Intelligence, Propaganda & Security Studies – kurz ACIPSS – und tauschen sich in Vortrag und Diskussion aus. Diesmal konnte der Leiter des ACIPSS, Univ.-Prof. Dr. Siegfried Beer, die Vortragenden Adrian Hänni aus Zürich und Michael Krausz aus Wien für das Vormittagsprogramm gewinnen. Am Nachmittag referierten Edda Engelke, Peter Ruggenthaler und Michael Pauléwicz aus Graz.

18th ACIPSS Working Conference Report (English)

Programm der 18. ACIPSS Arbeitstagung am Freitag, 15. November 2013, 10-17 Uhr im Seminarraum 15.34 (ReSoWi Bauteil D, 3 oG.)

Unterstützt von Information Security Consulting

10.00 – 12.30 Uhr

Moderation: Siegfried Beer

Adrian Hänni (Zürich)

„Terrorismus als Konstrukt: Schwarze Propaganda und politische Bedrohungsängste in Ronald Reagans Amerika“

Michael Krausz (Wien)

“ Geheimnis und Geheimdienste: Informationsschutz in Demokratien”

anschließend Mittagspause
(gemeinsam im Gasthof Cafe Liebig)

14.00 – 17.00 Uhr

Moderation: Martin Moll

Edda Engelke (Frohnleiten/Graz)

„Die Rolle der ‚Grenzführer‘ an der jugoslawisch-österreichischen Grenze in den Fünfzigerjahren“

Peter Ruggenthaler (Graz)

„Die Stalin-Note von 1952 als Beispiel für Intelligence, Propaganda und Security Studies“

Michael Pauléwicz (Graz)

„’Katzelmocha ziag o’. Fremdbilder in der österreichisch-ungarischen Propaganda im Ersten Weltkrieg am Beispiel des Propagandamediums ‘Postkarte’“

Viel Lärm um wenig Neues: Die sonderbare NSA-Hysterie: ACIPSS Chief Beer wieder als Gast Kommentar in der Presse am Sonntag

Es ist die Saison der Empörungskünstler, Schaumschläger und Amerika-Basher. Danke, Herr Snowden. Es könnte sich jedoch erweisen, dass wir ihm alle auf den Leim gegangen sind, dass er lediglich das größte PR-Genie seit Langem ist, so etwa in der Größenordnung des Herostratos, dem es bekanntlich um Brandstiftung, Ruhm und größtmögliche Beachtung ging.

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Knowledge is Power – Elevate Interview Siegfried Beer

Daran ist überhaupt nichts Neues; die Funkaufklärung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von allen Großmächten, die dazu fähig waren, konsequent und kontinuierlich weiterentwickelt, sodass im Zeitalter der Computerisierung und Digitalisierung unseres Lebens mächtige Organisationen wie die NSA, auch mit Hilfe führender IT-Konzerne, die Kapazität haben, geradezu jeden Winkel der Welt zu observieren bzw. bei Bedarf zu durchdringen. Durch technologische Verfeinerungen wird diese Kapazität fortwährend gesteigert; wichtig dabei ist, dass es um Kapazität geht, nicht um Realität; im Falle der NSA stieg der Prozentsatz derer, die observiert bzw. abgehorcht werden beständig. Die seit 9/11 wieder gelockerten rechtlichen Bestimmungen für eine gesetzlich gedeckte Observation, vor allem auch von amerikanischen Staatsbürgern, erstrecken sich global vermutlich auf einen Personenkreis im höchstens 6-stelligen Bereich, bei einer Weltbevölkerung von immerhin 7 Milliarden.

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ACIPSS Chief Siegfried Beer mit Gastkommentar in der Presse

‘Die vielen Missverständnisse im NSA-Skandal’

Licence to Detect – Festschrift für Siegfried Beer

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Interview

“Bei James Bond schlafe ich ein!” – ACIPSS-Leiter Siegfried Beer als Ansprechpartner der österreichischen Medien in der Causa Snowden!

Interview in der ORF-Nachrichtensendung Zeit im Bild 2 zum Thema “NSA in Zeltweg”

Siegfried Beer in der Zeit im Bild 2 (03.07.2013)

Interview in der Kleinen Zeitung

Unser Alltagsleben ist den Geheimdiensten wie der NSA egal. Es interessiert sie nicht, was ich in meiner Freizeit mache oder ob ich fünf Freundinnen habe. Diese ganze Aufregung ist schon erstaunlich. Wie die Geheimdienste arbeiten, ist doch nicht neu, das ist seit Jahrzehnten bekannt. Sie sammeln Informationen und werten sie aus. Die Technik von heute lässt da eben mehr Möglichkeiten zu.

Interview in Der Standard

Österreich ist nach wie vor ein Tummelplatz für Agenten. Sie schätzen hier das ruhige Klima, außerdem besitzt Österreich nach wie vor eine interessante geopolitische Ausgangslage. Ich schätze, dass so 60 bis 80 US-Mitarbeiter diverser Dienste bei uns tätig sind, in diplomatischen Vertretungen, in Banken, internationalen Konzernen oder auch Medien. Sie schauen, dass sie an die Eliten herankommen. Sie haben auch Verbindungsstellen in unseren geheimdienstlichen Institutionen.

Interview in den Oberösterreichischen Nachrichten

Missbrauch findet überall statt. Wir sind alle fähig zu Missbrauch. Bei der NSA arbeiten geschätzt zwischen 40.000 und 60.000 Menschen. Da ist es klar, dass der eine oder andere, wenn ihm vielleicht langweilig ist, in Versuchung kommt, nicht nur nach vorgegebenen Schlüsselwörtern zu suchen.

Geheimdienste im Visier – Historiker Siegfried Beer feierte seinen 65. Geburtstag

Siegfried Beer (Mitte) mit seiner Festschrift, herausgegeben von Alfred Ableitinger (r.) und Martin Moll

Wenn Geheimdienste für Schlagzeilen sorgen, dann ist er für seine Expertenmeinung gefragt: Der Historiker Ao.Univ.-Prof. Dr. Siegfried Beer befasst sich seit über 30 Jahren mit der Geschichte und Gegenwart der Geheimdienste im 20. Jahrhundert und gilt als international renommierter Kenner der „Szene“. Am 25. Juni 2013 wurde der „Detektiv“, wie ihn Festredner Univ.-Prof. Dr. Christof Mauch bezeichnete, anlässlich seines 65. Geburtstags mit einer Feier an der Uni Graz geehrt.

Dekan O.Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad unterstrich in seinen Worten des Geleits an den Jubilar Siegfried Beers hohen Anspruch an Qualität, in der Lehre wie in der Forschung. „Qualität kam bei dir immer vor Quantität. Du bist ein ständiger Mahner an das Leistungsprinzip“, betonte Konrad.

„Siegfried Beer hat das Profil der Allgemeinen Geschichte der Neuzeit an der Universität Graz entscheidend geprägt“, hob Univ.-Prof. Dr. Gabriele Haug-Moritz die Bedeutung der Arbeit ihres Institutskollegen hervor, nachdem Ao.Univ.-Prof. Dr. Harald Heppner, Leiter des Instituts für Geschichte der Uni Graz, die Festgäste begrüßt hatte. Heppner wünschte dem Jubilar weiterhin Gesundheit und schöpferische Muße und überbrachte unter anderem auch die Glückwünsche des Militärhistorischen Beirats der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung.

Univ.-Prof. i.R. Dr. Alfred Ableitinger, Geschäftsführender Sekretär der Historischen Landeskommission für Steiermark (HLK), deren Mitglied auch Siegfried Beer ist, gratulierte dem Jubilar als Fachkollege und Tennisfreund. Gemeinsam mit Univ.-Doz. Dr. Martin Moll ist Ableitinger auch Herausgeber der Festschrift für Siegfried Beer zum 65. Geburtstag mit dem Titel License to detect, erschienen in der Schriftenreihe des Instituts für Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz, unter der Schriftleitung von Ao.Univ.-Prof. Dr. Käthe Sonnleitner.

Als Vertreter der „Beer-SchülerInnen“ kam auch Jungforscher Mag. Florian Traussnig zu Wort. Er zeichnete ein humorvolles Bild von der markanten Persönlichkeit seines Lehrers mit dem etwas knorrigen Habitus und durchdringenden analytischen Blick, der seine SchülerInnen zwar immer gefordert, aber auch gefördert habe. „Er ermutigte uns unter anderem, uns für den internationalen Diskurs zu öffnen, ins Ausland zu gehen, Forschungsreisen zu unternehmen“, so Traussnig.

Den Festvortrag hielt der renommierte Historiker Univ. Prof. Dr. Christof Mauch, Direktor des Rachel Carson Center for Environment and Society und Lasky Center for Transatlantic Studies sowie Professor für Amerikanische Kulturgeschichte. In seine Ausführungen zum Thema „Top Secrets und gefährliche Spiele oder: Was man aus der Geschichte des amerikanischen Geheimdienstes OSS lernen kann“ ließ Mauch auch viele persönliche Erinnerungen an seine gemeinsamen Forschungen mit Siegfried Beer in den USA einfließen.

Festredner Christof Mauch

„Es war ein schönes Stück Arbeit, eine Arbeit, die ich gerne gemacht habe“, zog Siegfried Beer schließlich Resumee über seine bisherige Karriere als Forscher und Lehrer und sprach all jenen seinen Dank aus – seiner Familie, seinen KollegInnen und FreundInnen –, die ihn bisher begleitet hatten.

Quelle: Gudrun Pichler, Uni Graz (www.uni-graz.at), 26.6.2013

Aktuelles zur Causa NSA, Prism und “Whistleblower” Edward Snowden

“Bis zu 80 
US-Spione in Wien”
NSA-Spitzel auch in Österreich – Nachrichtenamt als Kontaktstelle?
(Österreich, 14. Juni 2013)

In einem Interview mit der Tageszeitung Österreich nimmt ACIPSS-Leiter Siegfried Beer zum aktuellen “Spionageskandal” in Bezug auf US-Geheimdienste Stellung:

Laut Geheimdienst-Experten reicht das Netzwerk des US-Dienstes NSA bis Wien. Insgesamt sollen in Österreich bis zu 80 US-Spione stationiert sein.

Sie bespitzeln alle Aktionen der Österreicher im Internet – und sie sitzen mitten unter uns. Der US-Geheimdienst NSA, der durch die Enthüllung von Ex-Mitarbeiter Edward Snowden weltweit in die Schusslinie kam, arbeitet auch mit Kontaktleuten in Österreich zusammen. Das sagt der Geheimdienst-Experte und Grazer Universitätsprofessor Siegfried Beer im Gespräch mit ÖSTERREICH: „Die Amerikaner haben Partnerschaften mit allen Ländern, natürlich auch mit Österreich.“

Geheimdienst-Aufgaben neben dem Brotberuf
Laut Beer sind bis zu 80 US-Spione in Wien stationiert und ein Teil von ihnen arbeitet für die gefürchtete NSA. „Sie haben kein Büro hier, sie arbeiten ganz geheim.“
Diese Verbindungsleute hätten einen Angestellten-Beruf und würden parallel dazu Aufgaben für verschiedenste US-Geheimdienste erfüllen. Beer: „In Wirklichkeit arbeiten sie für die CIA, für das Militär oder eben die NSA. Die Kontaktleute müssen Netzwerke aufbauen und Kontakte zu in Wien ansässigen internationalen Organisationen wie der UNO oder internationalen Konzernen pflegen, um an die wichtigen Informationsträger heranzukommen.“

Österreicher und Amerikaner als Kontaktleute für die NSA
Die Aufgaben sollen sowohl von in Wien lebenden Amerikanern als auch von Österreichern für die USA erfüllt werden. Eine besondere Rolle für die Informationsbeschaffung könnte der Auslandsnachrichtendienst des österreichischen Bundesheeres, das Heeresnachrichtenamt (HNA) mit Sitz in der Hütteldorfer Straße 126 in Wien-Penzing, spielen.

Beer: „Das Nachrichtenamt hat viel Kompetenz, auch in wissenschaftlicher Hinsicht. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Verbindungsleute von den USA abgestellt werden, die im Nachrichtenamt für eine gewisse Zeit Geheimdienst-Aufgaben erfüllen.“
Spindelegger: Kampf gegen US-Datenklau

Der Vizekanzler will noch nicht informiert sein, ob auch Österreicher betroffen sind. Der ÖVP-Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger zeigte sich am Freitag am Rande des Nationalrats „äußerst besorgt“ über den NSA-Datenskandal. Er könne jedoch noch nicht sagen, ob auch Daten von Österreichern abgegriffen worden sind.
Kontakt mit US-Botschaft. Spindelegger versicherte, dass gerade an einem Fragenkatalog an die US-Botschaft gearbeitet wird, um dies festzustellen. „Es ist noch nicht klar, ob die erhobenen Vorwürfe überhaupt den Tatsachen entsprechen.“

Quelle: www.österreich.at/nachrichten/Bis-zu-80-US-Spione-in-Wien/107249803

Letzte ACIPSS-Arbeitstagung

Der 17. ACIPSS-Workshop fand am Freitag, den 7. Juni 2013, in Graz statt. IMPRESSIONEN:


 

Streng geheim!

Im Magazin Militär Aktuell ist in der Ausgabe vom Jänner 2013 ein Artikel von Prof. Siegfried Beer erschienen: